Tragen in der Schwangerschaft

Tragen eines Kleinkindes in der Schwangerschaft: Ist das schädlich? Und wie trage ich am besten?

Häufig hört man, sobald man schwanger ist, dass man nicht mehr so schwer heben soll. Auch mich hat dies in meiner zweiten Schwangerschaft beim Tragen meines ersten Kindes zunächst verunsichert. Darf ich nun mein erstes Kind nicht mehr hochheben und wie sieht es mit dem Tragen in der Tragehilfe oder dem Tragetuch aus?

Was sagen Studien und das Arbeitsschutzgesetz?

Schaut man sich jedoch ein wenig im Internet um, so stößt man lediglich auf das Arbeitsschutzgesetz, welches vorsieht, dass schwangere Frauen nicht mehr als 5kg regelmäßig tragen sollen. Gelegentlich sind Lasten bis 10kg der Schwangeren zuzumuten. 

Studien, dass das Tragen bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft zu Fehlgeburten oder einer Frühgeburt führt, gibt es nicht.

Mein Tipp: Höre auf Deinen Körper und Dein Gefühl!

Du fühlst Dich gut, gesund, ausreichend ausgeruht und gestärkt? Dann spricht aus meiner Sicht nichts gegen das Tragen von Deinem kleinen Schatz. 

Hast Du allerdings Signale, wie zum Beispiel ein rhythmisches Ziehen im Unterbauch oder besteht bei Dir eine Risikoschwangerschaft? Dann würde ich natürlich auf das Tragen verzichten und nach Alternativen suchen.

Ich hatte in meiner zweiten und dritten Schwangerschaft das Glück, dass es mir sehr gut ging und ich so die ganze Zeit über meinen Sohn bzw. meine Tochter tragen konnte. So konnte ich das Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit weiterhin erfüllen und selbst in vollen Zügen genießen. Gerade meine zweite Tochter brauchte das in den Mittagsschlaf getragen werden sehr.

Wie trage ich am Besten? Welche Tragehilfen sind geeignet?

Auch bei dem Thema nach der passenden Tragehilfe oder der passenden Bindetechnik finde ich persönlich, dass es keine allgemeingültige Lösung gibt.

Bei meinem Sohn hatte ich bereits recht früh gemerkt, dass mich der Bauchgurt bei einer Tragehilfe sehr stört. Deshalb habe ich ihn viel im Onbuhimo, im Tragetuch oder in einem Podeagi getragen.

Die oben genannten Tragemöglichkeiten haben den Vorteil, dass kein Gurt über den Bauch läuft.

 

 

Bei meiner Tochter hatte ich allerdings ein ganz anderes Gefühl. Zu Beginn der Schwangerschaft konnte ich sie noch ohne Probleme zum Einschlafen vor dem Bauch tragen, damit ich sie so tragend in den Schlaf stillen konnte. Als mein Bauch dann etwas runder wurde, habe ich sie nur noch auf dem Rücken getragen. Aber diesmal hatte ich kein störendes Gefühl beim Bauchgurt. Es ist lediglich wichtig, dass man darauf achtet, dass der Bauchgurt über dem Babybauch platziert ist. So habe ich meine Tochter mit allen möglichen Tragesystemen (Fullbuckle, Halfbuckle, Mei Tai und natürlich im Tragetuch) getragen. So wie wir es auch schon vor der Schwangerschaft praktiziert haben.

 

 

 

 

 Wie Ihr seht, macht es auch bei der richtigen Auswahl Sinn auf seinen Körper und sein Gefühl zu hören. 

Vorteile einer geeigneten Tragehilfe oder einem Tragetuch:

Wenn Du Dein Kleinkind ohne Tragehilfe oder Tragetuch trägst, hast Du häufig eine einseitige Belastung. Deswegen ist es auch in der Schwangerschaft ratsam den jungen Menschen in einem festsitzendem Tuch oder einer richtig angelegten Tragehilfe zu tragen. Das ist um einiges schonender für Deinen Beckenboden und auch Dein Rücken wird es Dir danken.

 

 

Hast Du noch Fragen zum Tragen in der Schwangerschaft oder möchtest gerne die unterschiedlichen Tragesysteme mit Deinem Kind austesten? Kontaktiere mich gerne und ich helfe Dir, etwas passendes für Dich und Deinen Schatz zu finden.